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Ein Kellion braucht unsere Hilfe

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Wenn der Pilger vom Kloster Karakallou Richtung Megistis Lavris die Provata erreicht, sind bereits von Weitem die beiden goldenen Kuppeln des Kellion Timiou Stavrou (Kellion des Heiligen Kreuzes) zu erkennen.

Es ist ein im 10. Jahrhundert gegründetes, um 1910 von ca. 60 russischen und ukrainischen Mönchen besiedeltes Kellion.

Vater David beim Füttern seiner Gänse und Hühner

Dieses Kellion gehört - im Gegensatz zu den meisten anderen Kellien in der Provata, die im Besitz von Megistis Lavris sind - zu dem Kloster Karakallou und wird, nachdem es viele Jahre leer gestanden hat, seit 7 Jahren von Vater David bewohnt.

Das Leben in diesem Kellion ist eine tägliche Herausforderung, die vor Vater David liegt, da allein die Größe und Zahl der Räume und Nebengebäude einen überwältigt.

Die Restaurierung des Kellions ist eine Herkulesaufgabe

Vater David ist bei dieser Arbeit auf sich alleine gestellt, da er, wie fast alle Kellioten, keine Unterstützung durch sein Mutterkloster, bzw. aus anderen Fördertöpfen der Europäischen Union oder des Landes Griechenland erhält. Die Wiederrichtung der Gebäude ist nur durch das möglich, was David erwirtschaften kann, bzw. an privaten Spenden erhält.

 

Dabei geht er sein Vorhaben sehr planvoll und überlegt an. Sein Optimismus überrascht und erfreut. Sein Mut ist bewundernswert.

Die Restaurierung der Kapelle ist abgeschlossen und beide Kuppel sind durch einen russischen Spender wieder vergoldet worden. Zahlreiche Zimmer, die Küche sowie Sanitäranlagen sind erneuert und die Wildnis um das Kellion mit der damit verbundenen Gefahr durch die auf dem Athos häufigen Waldbrände zum großen Teil beseitigt.

Trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun, wie z.B. das Foto oben zeigt.

Vater David benötigt unsere Hilfe!

Nebengebäude des Kellions, in dem u.a. Weihrauch produziert wird

 

Worum geht es? In einem Schuppen von 25 mal 8 Metern befindet sich nicht nur seine Garage, sondern im linken Teil die Werkstatt für die Herstellung von Weihrauch sowie rechtsseitig die im Bau befindliche Kerzenzieherei.

Vater David beim Ausrollen von Weihrauchessenzen

Ich selber war überrascht, wie viele Gerätschaften für die Herstellung von Weihrauch benötigt werden. Auf beiliegenden Bildern ist die Werkstatt sowie Vater David beim Ausrollen von Weihrauchessenzen zu sehen.

Leider ist das Blechdach dieses Nebengebäudes voller Löcher und es regnet in die Werkstatt. Was das für die Weihrauchherstellung bedeutet, ist offensichtlich und es ist zu befürchten, dass die Gerätschaften, wenn es weiter hineinregnen wird, zunehmend beschädigt werden.

Da Vater David seinen Lebensunterhalt weitgehend aus seiner Weihrauchproduktion bestreitet, ist es für ihn vordringlich, dieses Dach so schnell wie möglich zu erneuern.

Dabei ist an ein Dach aus Steinziegeln nicht zu denken; dies ist ausschließlich den reichen Klöstern oder Kellien vorbehalten. Ein neues Dach aus Metall einschließlich Dämmung würde ca. 5.000 Euro kosten.

Ich bitte alle, die David kennen, seine Gastfreundschaft erleben durften oder dieses Kellion mit seinem ständigen Kampf um das Überleben fördern wollen, ihn mit einer Spende zu unterstützen.

Wegen der steuerlichen Absetzbarkeit ist es sinnvoll, Spenden unter Nennung des Verwendungszweckes auf das

Konto der Gemeinschaft der Freunde des Agion Oros Athos e.V.
Kontonummer IBAN DE13 6009 0100 0224 5110 09
zu überweisen.

Michael Ringer

Blick von der Provata zum Athosgipfel

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