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Hilfe für das Kellion Timiou Stavrou - was hat sich im letzten Jahr ereignet?

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Hilfe für das Kellion Timniou Stavrou - was hat sich im letzten Jahr alles getan ?

Kellion Timiou Stavrou in der Provata, wie es um 1910 ausgesehen hat, als dort 60 russische Mönche lebten
Kellion Timiou Stavrou ca. 1910 (damals noch russisch)

Vor einem Jahr hatte ich in einem Artikel das Kellion Timiou Stavrou in der Provata vorgestellt und über die Mühe berichtet, die der einzige dort lebende Mönch David mit den Renovierungsarbeiten hat.

Der Verein der deutschen Athosfreunde hat im letzten Jahr über 4.000 Euro an Vater David gespendet und auch dieses Jahr haben wir das Kellion mit 2.000 Euro unterstützt.

Aber bevor ich von den Renovierungsarbeiten berichte, vorher möchte ich anhand von drei Bildern zeigen, wie sich das Gebäude in den letzten hundert Jahren verändert hat – rückwirkend ist das auch die Geschichte des Berges Athos.

Rechts oben das Kellion Timiou Stavrou ca. im Jahr 1910, bewohnt damals von 60 Russen, alles sehr gepflegt und belebt. Mangel an Mönchen und Geld gab es damals nicht.

Unten das Kellion im Jahr 1990; damals waren die Außenwände fast alle eingestürzt, das Fachwerk sichtbar, die Kuppel auf dem Foto verrostet, die russischen Mönche verstorben und das Haus so gut wie unbewohnbar.

Ganz unten das Kellion heute – die Kuppeln glänzen wieder in Gold, ein großer Teil der Außenwände ist wieder hergestellt und es zeigen sich erste Parallelen zu dem Kellion, so wie es vor hundert Jahren aussah.

 

 

Die Kuppel über der fertig renovierten Kapelle; als letztes wurden im letzten Jahr die Fenster der Kuppel erneuert.

 

Das Dach des Schuppens ist inzwischen erneuert worden, sodass Vater David dort wieder Kerzen ziehen, bzw. Weihrauch produzieren kann. Im Vordergrund der Brunnen des Kellions (Phiale). Die überall herumliegenden Baumaterialien weisen darauf hin, dass es noch viel zu tun gibt.

Weitere Renovierungen sind im Haus erfolgt und die Marmorfenster der  Kuppel über der fertig renovierten Kirche wurden im Jahr 2016 wieder hergestellt werden.

 

Dies alles geschieht in einer sehr griechischen Weise (einige würden das vielleicht auch als chaotisch bezeichnen) und hebt sich von vielen „edelrenovierten“ Kellien in der Skite Agia Annis, bzw. Mikra Agia Annis, die inzwischen alle wieder Steindächer haben, deutlich ab. Es ist aber auch sympathisch, weil hier eben nicht das große Geld vorhanden ist, sondern zu sehen ist, dass David sich um jede Baumateriale, jede noch so kleine Arbeit anstrengen muss, um sowohl die erforderlichen Kosten aufzubringen als auch die entsprechenden Arbeiten durchführen zu können.

Dabei erhalten die Kellien in der Regel keine Unterstützung von ihrem Mutterkloster, sondern müssen davon leben, was sie selber erwirtschaften.

Es gibt noch viel zu tun.

Auf den beiden Bildern unten ist David mit einem Mönch von Karakalou (dem dortigen „Elektriker“) bei der Inspektion der Solaranlage zu sehen; daneben die 1. Etage mit ausrangiertem Kirchenstühlen und alten griechischen, an den Jugendstil erinnernden Hängeleuchten.

Gästezimmer im Kellion

 

 

Gäste sind im Kellion Timiou Stavrou immer willkommen und werden in einfachen Zimmern untergebracht. Entscheidend ist aber die Herzlichkeit, mit der jeder Gast empfangen wird und die Hausküche kann - aus eigener Erfahrung - ebenfalls nur empfohlen werden.

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