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Aufstieg auf den Berg Athos - Übernachtung in der Panaghia wieder möglich

In Agia Anna oder Karyai sind Mitteilungen des Klosters Megistis Lavras aufgehängt, dass eine Übernachtung in der Panaghia oder auf dem Athosgipfel nicht möglich ist. Nach Mitteilungen mehrerer Pilger stellt sich der Sachverhalt etwas anders dar.

Auch wenn eine Übernachtung in der Panaghia jeglichen Komfort vermissen lässt, ist es wieder möglich, dort zu übernachten. Wasser gibt es in der Panaghia ausreichend. Allerdings sind die Toiletten wegen Verschmutzung nicht zu nutzen.

In der Gipfelkapelle ist dagegen eine Übernachtung derzeit nicht möglich, da die Kapelle abgeschlossen ist und nur an besonderen Festtagen für Pilger geöffnet wird.

Am 20. Juni 2016 hat uns Herr Lutz Folgendes mitgeteilt:
"Zustand der Kapelle auf dem Berggipfel (Metamorphosis):
Der Rohbau der Kapelle scheint fertig zu sein. Die Glocken sind noch nicht aufgehängt, das Gipfelkreuz ist nur provisorisch befestigt. Baumaschinen wie Generator, Betonmischer oder Steinschneider stehen herum. Wir treffen zwei Arbeiter, die pausieren. Von zwei Deutschen, die in der Kapelle übernachtet haben, hören wir später in Megistis Lavra, dass sie den Vorraum verlassen mussten, da um 3.00 Uhr ein Gottesdienst stattfand. 

Zustand der Panaghia:
Positiv: Es gibt mehrere Gaskocher mit denen man das Wasser aus der Zisterne abkochen kann bzw. Tee zubereiten kann. Es stehen einige Tassen und Becher zur allgemeinen Verfügung. Im Schafraum sind 10 Stockwerkbetten aus Metall, also 20 Schlafgelegenheiten, auf denen je 2-3 Isomatten liegen.  Auf einigen Betten sind unterschiedliche Schlafsäcke klein und groß dünn oder dicker. Ob diese Ausstattung bewusst so hergestellt wurde oder es sich um zufällige Hinterlassenschaften von Besuchern handelt, konnte ich nicht feststellen.  Leider knarzt das Metallgeflecht der Betten dermaßen, dass man beim eigenen Umdrehen und dem anderer häufig  aufwacht.
Negativ: Die Müllsituation allgemein und die Toiletten im Besonderen. Die gebauten Toiletten sind total verdreckt und absolut unbenutzbar. Im Essraum lassen einige Pilger Essensreste und Verpackungen stehen. Ist das gut gemeint, dass andere sich bedienen können oder Nachlässigkeit? Für uns, die wir nicht die griechischen, russischen oder moldawischen Verpackungen lesen können, sieht es mehr nach liegengebliebenem Müll aus. Neu Ankommende müssen erst mal aufräumen oder den eigenen Abfall noch dazu stellen."

Ein anderer Athosbesucher teilte uns Juli 2015 mit: "Auf dem Gipfel kann man z. Z. überhaupt nicht übernachten. Die Kapelle wird durch einen kleinen dreischiffigen Kirchenbau ersetzt. Das gesamte Gipfelplateau wird umgestaltet und erweitert. Auf 1500 m ist in dem Übernachtungsraum der Kapelle Panaghia ganz gut zu übernachten (außer, dass die Eisenbetten unglaublich laute Geräusche bei jeder Bewegung machen: Ohropax!). Ich schlief dort mit 16 anderen... Die Panghia wird von einem Mönch bewirtschaftet. Er wirkt nicht so, ist aber gastfreundlich. Kommunikation außer in russisch (und griechisch?) ist kaum möglich."

Herr Adolf Winkler hat uns am 19. Juni 2015 mitgeteilt, dass es wieder möglich ist, in der Panaghia zu übernachten. Es befänden sich dort ca. 20 Übernachtungsplätze mit Doppelstockbetten. Er habe dort viele russische Pilger angetroffen. Insofern ist eine Gipfelbesteigung wieder problemlos möglich.

 

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