Wanderwege auf dem Athos

Auf dem Weg von Karyai nach Iviron

Früher waren die Klöster ausschließlich durch Wanderwege (auf Griechisch monopatia) mit­ein­ander verbunden. Seitdem es Straßen auf dem Athos gibt, sind ein Großteil dieser alten, oft wunderschönen Wege durch den Straßenbau zerstört worden. Da fast alle Pilger - und auch die Mönche - den Pickup oder das Taxi vorziehen, werden viele dieser alten Wege nicht mehr unter­halten, verwachsen und sind dann nicht mehr begehbar.

Einige sehr schöne Wege gibt es noch heute. Sie zu begehen, kann gelegentlich schwierig sein, wenn der Fußweg in eine Straße mündet und der Anfang seines weiteren Verlaufes, ein unbe­kanntes Stück weiter, sich unterhalb oder oberhalb der Straßenböschung verbirgt.

Ein Teil der Wege ist ausgeschildert, mehr oder weniger gut, wie die beiden Fotos mit Weg­weisern belegen.

Wanderwege auf dem Athos - Hinweisschild

Ganz leicht verirrt man sich. Sobald Zweifel aufkommen, sollte man umkehren, insbesondere dann, wenn der Weg ins Dickicht führt. Das ist ein Zeichen, dass dieser Weg, den es früher gegeben hat und der auch noch in Karten eingezeichnet ist, nicht mehr benötigt und nicht mehr begangen wird. Ihn trotzdem gehen zu wollen, weil er nach der Landkarte da zu sein hat, kann fatal enden. Eine Nacht im Freien verbringen zu müssen, ist noch das geringste Risiko.

Einige der gut begehbaren und wirklich schönen Wanderwege werden unten dargestellt.

Wanderwege auf dem Athos - Hinweisschild

Im Übrigen wird auf die Seite der englischen Athosfreunde verwiesen, auf der alle wesent­lichen Fußwege unter Angabe des Jahres, in dem sie zuletzt begangen wurden, beschrieben sind.

Zu den verwendeten Namen der Klöster: Bedingt durch Transkription und Transliteration des Griechischen in diverse europäische Sprachen gibt es zahlreiche Schreibweisen; wir haben in der Regel die von Reinhold Zwerger in seiner Athoskarte verwandte Schreibweise über­nommen; dabei steht das I.M. für Iera Moni (Heiliges Kloster). Es folgt der Genetiv.

 

Chera - das Wegkreuz wichtiger Wege auf dem Athos

Straßen sind alle Wege, die befahrbar sind, auch solche in miserablen Zustand.
Alter Weg: Nicht befahrbarer, einigermaßen breiter, oft gepflasteter Saumpfad.
Schmaler Fußweg oder Pfad.
Weitere Wegbeschreibungen und Hinweise auf Berichtigungen falscher Angaben werden gerne angenommen (Email).

Zu den einzelnen Wanderwegen: Ein Klick auf das Dreieck vor dem Wanderweg öffnet, bzw. schließt die entsprechende Wegbeschreibung.

Wanderwege - Beschreibungen

Arsanas Sografou - I.M. Vatopaidiou

Hafen des Klosters Sografou (Arsanas Sografou)Der Hafen des Klosters I.M.Sografou (Arsanas Sografou) ist nach Megali Jovantsa (dem heutigen Hafen von I.M.Chiliandariou) der zweite Anlegeplatz des in Ouranopolis abfahrenden Schiffes. Das Ensemble aus Wohn­haus, Turm und Mühlenruine ist pittoresk. Die Fahrstraße, die hier beginnt, verlassen wir nach wenigen Schritten, aber leider nur kurz: der alte Kalderimi (gepflas­ter­ter Saumpfad) führt am Zografikos Lakkos entlang, eine im Sommer meist trockene Schlucht. An einem Kreuz erreichen wir wieder die Fahrstraße (Sandpiste), der wir bis zum Fuß des Klosters folgen, Kurz nachdem der Forstweg links nach I.M.Chiliandariou abzweigt, führt uns der alte, schattige, ca. 200 Meter lange ansteigende Weg hinauf zum 120 Meter ü.M. liegendem Kloster I.M. Sografou. Dauer etwa eine Stunde

Das Kloster verlassen wir uns halb rechts wendend an der Polizei vorbei bergauf auf einem Fahrweg. Nach 15 Minuten beginnt links der alte schattige Monopati, der nach einer halben Stunde wieder in den Fahrweg mündet.

Kloster Vatopaidiou - Blick vom Weg von Sografou

Nach einer weiteren 1/4 Stunde sind wir auf dem Kamm ca. 350 m ü.M. und an der Chera, einem Wegweiser in Form einer „Säule, die zwei Halbreliefhände und Inschriften trägt“, wie Reinhold Zwerger schreibt. Hier queren wir den alten Höhen­weg, der von den Klöstern I.M.Chiliandariou und I.M.Esfigmenou kommt und langsam ansteigend über den Kamm der Halbinsel bis zum Antithonas führt. Wir gehen hinter der Säule links durch einen schattigen Wald hinab zum Kloster I.M.Vatopaidiou, das wir schon bald in der Ferne liegen sehen.

Wir erreichen das Kloster vom Westen her und gehen vor dem Hafen einen gepflasterten breiten Aufgang zur Pforte hinauf, wo uns der Pförtnermönch erwartet, dem wir unsere Diamonitiria geben.

Nebenbei: Der Gastmönch Vater Theonas war vor seinem Klostereintritt Deutschlehrer in Australien und spricht daher gut deutsch.

Dauer der gesamten Überquerung der Halbinsel an ihrer schmalsten Stelle ca. drei Stunden.

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexander Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 begangen.

I.M. Vatopaidiou - I.M. Pantokratoros über die Skiti Bogoroditsa und Skiti Prophitou Eliou

Wir wenden uns an der Klosterpforte nach links und gehen die Sandstraße, die nach Karyai führt, ¼ Stunde entlang, steigen dann den alten Weg bis zum Kamm hinauf – anstrengend – und folgen oben wieder eine Viertelstunde der Fahrstraße. Ein Wegweiser weist nach links zur Skiti Bogoroditsa, die jetzt von 4 ukrainischen und russischen Mönchen bewohnt wird und die zu I.M.Panteleimonos gehört. Eine Übernachtung ist derzeit in der Skiti nicht möglich.

Wir verlassen die einsam gelegene Skiti und halten uns von der Pforte nach rechts. Es geht dann auf einem alten Wanderweg (Monopati) eine halbe Stunde auf einem Pfad bergab, bis ein Forstweg quert. Hier gehen wir links und sehen nach wenigen Metern rechts den Fußpfad zur Skiti Prophitou Eliou, der steil hinab in ein Rema (Bachbett) mit schöner alter Brücke und wieder steil hinauf zu der ehemals von ca. 500 russischen und heute von wenigen griechischen Mönchen bewohnten Skiti, die zu I.M.Pantokratoros gehört, führt.

Die Kirche der Skiti Prophitou Eliou ist die zweitgrößte auf dem Athos und sehr sehenswert. Interessant ist auch ein im Keller der Kirche befindliches Museum mit zahlreichen Dingen des Alltaglebens eines russischen Klosters um 1910. Bitte Vater Philemon fragen, der gerne Kirche und Museum öffnet.

Wem der Weg zur Skiti Prophitou Eliou zu steil ist, geht ¼ Stunde den Forstweg bergab, an einer Gabelung rechts leicht bergauf und trifft nach wenigen Metern auf den alten Weg, der rechts von der Skiti Prophitou Eliou kommt und links zum Kloster I.M.Pantokratoros führt.

Von der Skiti Profitou Eliou die ersten 5 Minuten der Straße bergab nach Pantokratoros laufen, anschließend gibt es einen gut ausgeschilderten Wanderweg, der nach einiger Zeit einem Bach folgt, der insgesamt dreimal gequert werden muss.

 

Beginn des Weges vom Kloster Pantokratoros zur Skiti Profitou Eliou, begauf immer entlang des Baches

Dauer der Wanderung von M. Vatopaidiou nach I.M. Pantokratoros: mindestens 2 Stunden. Von der Skiti Bogoriditsa nach der Skiti Profitou Eliou sind es eine Stunde und von dort aus nach dem Kloster Pantokrator noch ca. 45 Minuten. Der Weg ist teilweise anstrengend und man kann sich auf der Strecke Vatopaidiou nach der Skiti Bogoriditsa leicht verlaufen. Ab Bogoroditsa ist der Weg gut ausgeschildert, bzw. selbsterklärend.

Den Einstieg des Weges vom Kloster Pantokratoros zur Skiti Profitou Eliou kann man leicht verpassen. Er ist aber unterhalb des Klosters I.M. Pantokratoros ausgeschildert und führt direkt über das Bachtal zur Skiti Profitou Eliou.

Diese Wegbeschreibung stammt von unseren Mitgliedern Alexander Dombrowsky und Michael Ringer. Alexander ist diesen Weg zuletzt 2013, Michael Frühjahr 2016 gelaufen.

Skiti Profitou Eliou - Skiti Bogoroditsa - Kloster Vatopaidiou
Wegweiser in der Skiti Profitou Eliou Richtung Skiti Bogoroditsa

Wir verlassen die Skiti Profitou Eliou Richtung NordWest. Nach wenigen Metern geht der Fußweg, gut ausgeschildert, steil bergab und wir erreichen nach 12 Minuten eine 2015 z.T. zugewachsene Brücke, über die wir einen Bach überqueren. Nach weiteren 3 Minuten erreichen wir die Straße, die wir für 50 Meter bergauf gehen, bis wir zu dem ausgeschilderten Abzweig des Fußweges nach der Skiti Bogoroditsa kommen.

Der alte Fußweg geht hier rechts aufsteigend. Nach weiteren 35 Minuten erreichen wir rechts den Abzweig nach I.M. Pantokratoros. Wir halten uns links und sind nach weitern 10 Minuten in der ehemals bulgarischen, jetzt russischen und zu I.M. Panteleimonos gehörenden Skiti Bogoroditsa.

Vom Tor der Skiti Bogoroditsa halten wir uns nach links und gehen eine kleine Straße leicht ansteigend und links haltend für 20 Minuten, bis wir die Straße Karyai - I.M. Vatopaidiou erreichen. Wir gehen weiter auf dieser Straße Richtung Vatopaidiou; nach 20 Minuten kommt von rechts der Höhenweg von Karyai (Fußweg, ausgeschildert von der FoMA).

 

Auf der Straße Karyai - Vatopaidiou: Abzweig nach links des Fußweges Richtung Vatopaidiou

Nach weiteren 5 Minuten kommt links abzweigend der Fußweg nach Vatopaidiou. Nach 35 Minuten bergab kommen wir an eine ausgeschilderte Kreuzung, an der sich 5 Wege treffen. Nach weiteren 100 Metern kommt ein hässlicher Sendeturm und nach weiteren 35 Minuten bergab laufend erreichen wir die Straße Karyai - Vatopaidiou und sind in wenigen Minuten an der Pforte des Klosters Vatopaidiou.

Skiti Profitou Eliou - Bogoroditsa 1 Stunde
Bogoroditsa -Vatopaidiou  ca. 2 Stunden
Skiti-Profitou Eliou - Vatopaidiou mit Abstecher nach Bogoroditsa: 3 Stunden

Vatopaidiou - Skiti Profitou Eliou direkt
Sendemast auf dem Weg von I.M.Vatopaidiou nach I.M.Pantokratoros

Wir verlassen I.M. Vatopaidiou bei der Klosterpforte nach links und gehen an der Klostermauer entlang und anschließend ein kurzes Stück die Straße bergauf Richtung I.M. Pantokratoros.

Nach 15 Minuten auf der Fahrstraße halten wir uns rechts, anschließend geht es - ausgeschildert - einen Fußweg bergauf.

Nach 30 Minuten erreichen wir einen Sendeturm, nehmen dort die kleine Fahrstraße bergauf und anschließend den Fußweg nach rechts

5 Minuten nach dem Sendeturm erreichen wir die Fahrstraße Vatopaidiou - Karyai.

Brunnen am Weg nach I.M.Pantokratoros

Hier trennen sich die Wege: links leicht bergab nach I.M. Pantokratoros und rechts bergauf nach Bogoroditsa, bzw. der Skiti Profitou EliouHier halten wir uns nach links, gehen die Straße also zurück nach Vatopaidiou, bis wir nach ca. 100 Metern auf der rechten Seite den ausgeschilderten Weg nach I.M. Pantokratoros, eine kleine Fahrstraße, nehmen. Wir gehen diese kleine Fahrstraße ca. 10 Minuten, dann kommt nach rechts - wiederum ausgeschildert - der Fußweg nach I.M. Pantokratoros, den wir leicht bergab gehen. Nach 5 Minuten erreichen wir einen alten Brunnen von 1780, der aber kein Wasser hat.

Nach ca. 25 Minuten kommt eine Wegkreuzung; gerade aus, leicht bergab. geht der alte Fußweg weiter nach I.M. Pantokratoros (Dauer etwa 1 gute Stunde), während wir den Weg nach rechts bergauf Richtung Skiti Bogoroditsa, bzw. der Skiti Profitou Eliou nehmen.

 

Diesen Weg gehen wir für 10 Minuten, kreuzen einen anderen Weg und erreichen nach weiteren 10 Minuten den Fußweg Skiti Bogoroditsa - Skiti Profitou Eliou. Wenn wir den Weg nach rechts nehmen, kommen wir in 10 Minuten zu der bereits gut zu sehenden Skiti Bogoroditsa. Links bergab geht der Weg zur Skiti Profitou Eliou, die wir - nach Überqueren einer alten, teilweise zugewachsenen Brücke und einem anschließend steilen Aufstieg - in ca. 75 Minuten erreichen.

Näheres siehe Beschreibung des Fußweges Skiti Profitou Eliou nach Skiti Bogoroditsa

Von der Skiti Profitou Eliou aus nehmen wir den alten Weg bergab und sind in ca. 40 Minuten im Kloster Pantokratoros

Vatopaidiou - Skiti Profitou Eliou 3 Stunden und 25 Minuten
Vatopaidiou - Skiti Profitou Eliou - I.m. Pantokratoros  4 Stunden und ca. 10 Minuten
Vatopaidiou - Pantokratoros direkt: 3 Stunden

Die Wege sind gut ausgeschildert; der Weg von der Skiti Bogoroditsa zur Skiti Profitou Eliou beginnt allerdings bereits zuzuwachsen.

I.M. Iviron - Karyai

Wenn wir das Kloster durch die westliche Hauptpforte verlassen, wenden wir uns bergauf, nicht sofort nach links, sondern erst nach 50 Metern an einer Mauer. Der Weg führt an einer Zisterne vorbei leicht bergan nach Karyai.

Wir gehen nun einen der schönsten, alten erhaltenen Monopati.Der alte Monopati von Ivirion nach Karyai

Er führt immer leicht bergauf im Schatten eines Waldes und an der Flanke einer Schlucht. Diese überqueren wir nach ½ Stunde auf einer schönen alten Bogen­brücke. Kurz dahinter stoßen wir auf einen seit einigen Jahren wieder Wasser spendenden Brunnen. Von hier führt ein schmaler Pfad links ab auf eine Wald­wiese, auf der die Skite der vierzig Märtyrer steht, in dem der Sohn des Priesters Philippos Mönch ist. Philippos ist einer der beiden griechisch-orthodoxen Priester in Frankfurt, seine schöne Kirche mit ver­goldetem Dach steht im Grüneburgpark. Nach einer weiteren halben Stunde geht wiederum linker Hand ein Pfad ab nach Panagouda, dem Kellion, in dem der Altvater Païsios lebte, der von vielen Pilgern aufgesucht und verehrt wurde. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir eine betonierte Straße, der wir bergauf folgen bis zu dem Kloster I.M. Kutlumusiou.

Von hier kann man in 3 Stunden nach I.M. Philotheou wandern; der Weg beginnt hinter dem Kloster, er war 2013 unzureichend ausgeschildert.

Die Pforte des Klosters I.M. Kutlumusiou verlassend, wenden wir uns nach links und erreichen Karyai an der einzigen Bäckerei und der einzigen Arztpraxis Tel. 2377023217 auf dem Athos vorbeigehend.

Dauer der Wanderung: 2 - 3 Stunden, einfach + schattig + wunderschön.

Für die umgekehrte Richtung beachte die Beschreibung "I.M. Iviron - Karyai".

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexander Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 begangen.

 

Kapelle auf dem Weg von Iviron nach Karyai
Karyai - I.M. Kutlumusiou - I.M. Iviron

Dieser Weg ist nicht anspruchsvoll und zugleich einer der schönsten am Heiligen Berg. Er führt lange durch unberührte Natur. Dauer ab I.M. Kutlumusiou etwa 90 Minuten.

Gehen Sie von Karyai zunächst zum Kloster I.M. Kutlumusiou. Weiter geht es so: Das Kloster I.M. Kutlumusiou durchs Portal verlassen, nach rechts gehen, durch das Gatter, dann die Straße, die steil abwärts führt, nehmen. Sie ändert ihre Richtung nach links. Bald kommen Sie an eine betonierte Furt (parallel rechts daneben eine alte, nicht mehr benutzbare Steinbogenbrücke).

Direkt vor dieser Furt zweigt ein alter Weg nach unten ab, der sich nach etwa 100 m verzweigt. Der untere Weg führt nach Iviron.

Oder:

Nach der Furt 80 Schritte gehen. Dann rechts die zweite betonierte Rampe – die Umgebung sieht wie ein Betriebsgelände aus - bis zum Ende entlang gehen, dann leicht links haltend geht es auf einem Trampelpfad durch das Feld, an dessen Ende der Weg deutlicher wird. Er führt nach Skiti Kutlumusiou. Diese Skiti ist ein malerischer Ort. Wenn Sie in Skiti Kutlumusiou vor der Kirche stehen, so stehen Sie wie auf einem Plateau, an dessen talseitigem Rand der weitere Weg zum Kloster I.M. Iviron beginnt. Ein Wegweiser war vorhanden. Der Weg sieht zunächst eher nach einem Wassergraben aus, wird aber nach etwa 200 m deutlich.

Beide Varianten münden ineinander und führen dann weiter zum Kloster I.M. Iviron.

Für die umgekehrte Richtung beachte die Beschreibung I.M. Iviron - Karyai

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Steffen Züfle. Er ist diesen Weg zuletzt im Oktober 2011 gegangen.

I.M. Megistis Lavras nach Skite Agia Anna

Wir wenden uns beim Verlassen des Klosters I.M. Megistis Lavras nach links und gehen - an der Polizei und dem Beinhaus des Klosters vorbei - einen Weg ca. 5 Minuten entlang  den Klostergärten, bis wir zu einem Wegweiser der englischen Athosfreunde (FoMA)  kommen. Dort gehen wir nach rechts,einen alten, schönen Fußweg ansteigend. Nach ca. weiteren 10 Minuten kommen wir auf die Straße Megistis Lavras - Skiti Timiou Prodromou, der wir für 10 Minuten folgen. Bei einer leichten Linkskurve der Straße beginnt - 2015 gut ausgeschildert - nach rechts abbiegend der alte Fußweg Richtung Agia Annis.

Wir gehen diesen z.T. steiler ansteigenden Fußweg 25 Minuten.

Nach 50 bis 60 Minuten Weg von Megistis Lavras kommen wir an eine Kreuzung, wo von links unten der Weg von der Skiti Timiou Prodromou kommt. Wenn wir diesen Weg ca. 50 Meter bergab gehen, erreichen wir nach 50 Meter eine alte Tränke.

Wir halten uns jedoch nach rechts, und erreichen, den Weg leicht ansteigend, nach weiteren 25 Minuten erneut eine Kreuzung, auf die ein zweiter Weg von der Skiti Timiou Prodromou herkommend stößt.

Wenige Meter danach kommen wir zu einem Holzkreuz, von wo aus wir einen phantastischen Blick auf die rumänische Skiti Timiu Prodromou und die Südspitze der Athoshalbinsel haben.

Dieser Platz eignet sich, auch wenn dort keine Quelle oder Brunnen zu finden ist, gut für eine Rast.

Die Wegstrecke von Megistis Lavras bis hierher sollte in 1 1/2 Stunden zu schaffen sein.

Blick auf die rumänische Skite Timiou Prodromou und dem Kap Akrathos

Wir passieren nach dieser Raststelle eine Hausruine mit Steinbank und gehen geradeaus bergauf - nicht links in die erste Abzweigung nach Agios Nilos und Kavsokalivia - bis zu einer Wasserleitung mit Wasserhahn, die den Weg kreuzt, der ersten Wasserstelle auf dieser Route.

Die Strecke Richtung Agios Nilos und Kavsokalivia unter weiter nach Kerasia, wo sie auf unseren Weg wieder trifft, wird separat beschrieben.

Wir kommen in einen Tannenwald und über eine Brücke und Serpentinen bergauf zu der 2. Abzweigung links nach Kavsokalivia. Hier in der Nähe wohnt der rumänische Eremit Jannis. Wir gehen rechts weiter, durchqueren zuerst Macchia und dann einen Kastanienwald und erreichen eine Lichtung mit der Quelle Kria Nera, der 2.Wasserstelle. Die Quelle Kria Nera hat das beste und kühlste Wasser auf dieser Etappe.

Beim Weitergehen durchqueren wir einen Wildschweinwald mit tröpfelnder Tränke rechts und passieren nach 15 Minuten linker Hand steinerne Sonnenliegen mit Blick aufs Meer. Dann kommt ein schönes ebenes Wegstück mit riesigen, teils hohlen Steineichen. In der Nähe eines kleinen schattigen Platzes liegt ein heidnischer Opferstein oder eine nicht fertig gestellte Ölmühle, danach kommen zwei beschilderte Abzweigungen, die links nach Kerasia führen, dessen Kyriakon (Hauptkirche) eine halbe Stunde talabwärts liegt. Nach weiteren zwanzig Minuten erreichen wir  "Stavros", die Fünfwege-Kreuzung in 770 Meter Höhe. Dort ist die dritte Wasserstelle. Das Wasser ist mäßig gut, meist warm, da es im Schlauch herangeführt und aus einer verschmutzten Mulitränke geschöpft werden muss. Vom "Stavros" dort geht es rechts zur Panagias in 3 Stunden und in weiteren zwei Stunden zum Athosgipfel. Links zweigen zwei Wege ab: der erste führt nach Agiou Basiliou, der zweite nach Katounakia, Karoulia und Mikra Agia Anna.

Wir gehen geradeaus, zuerst eben bis zu einem Kreuz mit nicht schwindelfreiem Blick auf Agia Anna, dann steil hinab über ein Geröllfeld nach Agia Anna (300 m Höhe ü.M.)

Mitten im Geröllfeld führt ein beschilderter Pfad rechts ab zu einer nur wenige Minuten entfernten kleinen Quelle (4.Wasserstelle), hinter der ein rumänisches Kellion, das dicht vor einem riesigen Felsen gebaut wurde, liegt.

Das Gästehaus der Skiti Agia Annis liegt neben dem Kyriakon.

Wanderzeit: Mit Pausen ca. 6 bis 7 Stunden.

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexaner Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 gegangen. Oktober 2015 ist Michael Ringer die Wegstrecken Megistis Lavras bis zur Wegkreuzung nach Agios  Nilos und von Kerasia nach Agia Annis gelaufen.

Aufstieg auf den Berg Athos
Stavros, die Fünfwege-Kreuzung in 770 Meter Höhe, u.a. für die Wege nach Megistis Lavras, Skiti Agia Anna und zum Athosgipfel

Ausgangspunkt für eine Bergbesteigung ist das Kloster I.M. Megistis Lavras oder Nea Skiti, bzw.  Skiti Agia Anna.

Vom Kloster I.M. Megistis Lavras sind es ca. 4 Stunden bis zu der Stelle "Stavros" (übersetzt das Kreuz), die bei frühem Beginn der Wanderung gegen Mittag erreicht wird. Es ist dann noch gut möglich, am Nachmittag bis zur Panagias zu laufen, bzw. auf den Berg, um dort zu übernachten.

Von der Skiti Agia Anna, bzw. Nea Skiti kann man ebenfalls bis zum späten Vormittag/Mittag den "Stavros" erreichen. Selbst wenn man mit dem Schiff um 13:55 in der Skiti Agia Anna ankommt und von dort startet, erreicht man die Panagias noch vor Einbruch der Dunkelheit.

Maultierkarawane auf dem Weg zum Athos

Der Aufstieg vom Stavros zur Panagias führt erst durch einen Hohlweg. Vorsicht, wenn Ihnen Mulis begegnen, rechts und links in die Büsche ausweichen.

Panaghias in den Morgenstunden

Dann durch einen schattigen Wald mit Feuerstelle, der sich später wieder lichtet, deshalb nicht in der prallen Sonne aufsteigen. Die Panagia Kapelle liegt in 1500 m Höhe und ist seit 2010 fertig umgebaut: Sie hat nun einen Nebenraum mit mehreren Doppel­betten, dahinter eine abgeschlossene Küche mit Tzaki (Herd, Ofen) und im Vorraum eine Feuerstelle und eine Zisterne. Über die Wasserqualität ist keine Aussage möglich.

Da sich in der Wandersaison hier etwa 30 Personen jede Nacht aufhalten können, kann man sich die hygienischen Verhältnisse um die Hütte vorstellen. Der Abfall wird in einer (neu angelegten) Grube gesammelt und ab und zu verbrannt. Die Toiletten sind unbenutzbar.

Übrigens: An Schlaf ist hier nicht zu denken. Die ganze Nacht ist ein Kommen und Gehen: Es wird gesungen, gebetet und gebeichtet, gegessen, geschwatzt und Holz gehackt. Die Russen, die hier dominieren, bringen oft ihre eigenen Priester mit.

Es ist daher eine gute Möglichkeit, bei trockenem Wetter draußen, also vor der Hütte unter dem Sternenhimmel zu schlafen.

Gipfelschatten des Berges Athos

Morgens bricht man 1 ½ Stunden vor Sonnenaufgang auf, um den Sonnenaufgang auf dem Gipfel über der Ägäis erleben zu können. Oben steht die inzwischen "neu" aufgebaute, allerdings  fast immer abgeschlossene Metamorphosis-Kapelle, leider derzeit noch umgeben von Baumaterialien und Gerüsten.

Für diese Wanderung sind ein Nullgrad-Schlafsack, Isomatte oder Luftmatratze, Windjacke, Mütze, Handschuhe, Proviant und 3 Liter Wasser notwendig.

Eine Übernachtung auf dem Athosgipfel, z.B. wie früher in der Gipfelkapelle, ist derzeit nicht möglich ist (siehe hierzu auf der Webseite auch den Hinweis unter Aktuelles).

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexander Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 gelaufen.  Ergänzungen durch zahlreiche Pilger, zuletzt Oktober 2016.

 

Megistis Lavras, bzw. Skiti Timiou Prodromou - Agios Nilos - Kavsokalivia - Agia Annis
Blick aus 490 Meter Höhe auf die Skiti Timiou Prodromou
Rastplatz mit Kreuz und phantastischem Blick auf die Skiti Timiou Prodromou und die Viglia - ganz in der Nähe, wo sich die Wege von Timiou Prodromou und I.M. Megistis Lavra nach Agia Annis und Kavsokalivia teilen

Die ersten 90 Minuten ist der Weg identisch mit dem Wanderweg Megistis Lavras nach Agia Anna.

Von der Skiti Timiou Prodromou geht ein schöner Weg bergauf, der nach 40 Minuten auf den Weg von I.M. Megistis Lavra nach Agia Anna trifft.

Kurz nachdem die beiden Wege von I.M. Megistis Lavra und der Skiti Timiou Prodromou zusammen kommen, erreichen wir einen Rastplatz mit Holzkreuz (Höhe 490 m über Nullpunkt), von dem wir einen wunderbaren Blick nach I.M. Megistis Lavra, Skiti Timiou Prodromou sowie Vigla haben. Auf der rechten Seite kommt nach wenigen Metern ein kleines zerfallenes Gebäude, danach ein Gatter und anschließend eine Kreuzung, bei der der rechte Weg über Kerasia nach Agia Anna führt, während wir den Weg nach links unten nehmen, der Richtung Agios Nilos und Kavsokalivia führt.

Es geht ca 45 Minuten bergab und anschließend wird eine Steinwüste (dieses Geröllfeld wird auch Sara genannt) gequert, die durch ein Erdbeben 1912 entstand, als ein Teil der Athossüdwand abbrach und u.a. ein Kellion verschüttet wurde. Dieser Teil des Weges, der knapp 30 Minuten dauert, ist mühsam, nicht ausgeschildert, gelegentlich durch Metallstangen markiert, weitgehend auf derselben Höhe und erfordert Aufmerksamkeit, um nicht vom richtigen Pfad abzukommen.

Nach Querung des Geröllfeldes geht es für 10 Minuten bergauf. Bei dem Kellion I kimisi tis Theotokou  erreichen wir eine Kreuzung, bei der der Weg rechts bergauf nach Kersasia und geradeaus nach Kavsokalivia führt. Links, dabei wird das Kellion direkt passiert, führt der Weg - absteigend - zur Höhle des Agios Nilos (25 bis 30 Minuten zur Höhle hin und zurück). Ein anderer Weg, der vom Pfad nach Agios Nilos abweicht, führt bergab zum Kellion Ag. Pantes, das ca 80 Meter oberhalb des Meeres liegt und das nicht ganzjährig bewohnt wird.

 

Kellion "I kimisi tis Theotoku", das an der Kreuzung der Wege nach Megistis Lavra, Agios Nilos, Kavsokalivia und Kerasia liegt. Das Kellion - das einen Brunen hat - muss passiert werden, wenn wir zu der Höhle des Agios Nilos laufen wollen
Kellion "I kimisi tis Theotoku", das an der Kreuzung der Wege nach Megistis Lavra, Agios Nilos, Kavsokalivia und Kerasia liegt. Das Kellion - das einen Brunen hat - muss passiert werden, wenn wir zu der Höhle des Agios Nilos laufen wollen

Von oben genannter Kreuzung erreichen wir auf dem Weg nach Kavsokalivia bergab auf Treppenstufen, z.T. durch einen Wald laufend, nach 30 Minuten den Abzweig zum Hafen von Agios Nilos (gut ausgeschildert, knapp 500 Stufen bergab, der Hafen selber bietet nichts Besonderes). Von der Abzweigung zum Hafen kommen wir nach 13 Minuten zu einem Kreuz, an dem der Weg nach rechts abbiegt und sehen nach wenigen Minuten die Kellien von Kavsokalivia. Nach weiteren 10 Minuten haben wir Kavsokalivia erreicht.

Kavsokalivia mit Kyriakon und Gästehaus (rechts im Bild, mit dem Holzbalkon)
Kavsokalivia mit Kyriakon und Gästehaus (rechts im Bild, mit dem Holzbalkon)

Das Gästehaus von Kavsokalivia, wo der Wanderer mit einem Glas Wasser, einem Kaffee, Loukoumi und einem Tsiporou empfangen wird und wo auch übernachtet werden kann, befindet sich direkt neben dem Kyriakon (Kirche); unterhalb des Gästehauses zweigt der 15-minütige Fußweg zum Hafen ab.

 

Treppenstufen von Kavsokalivia nach Agias Annis

Wer weiter nach Kerasia, bzw. Agia Anna gehen will, nimmt kurz vor der Kirche den rechten, z.T. sehr steilen und anstrengenden, aber auch sehr schönen Weg bergauf. Zeitweise laufen wir auf in den Fels gehauenen Trepenstufen und haben einen wunderbaren Blick zurück nach Kavsokalivia, bzw. auf das Meer.

Nach etwa 60 Minuten kommen wir zu einem Schild, das den Weg zu "Wasser" in 200 Metern zeigt.

Diese 200 Meter ziehen sich, bis wir zu der (ausgeschilderten) "Quelle" kommen, bei der es sich um eine Wasserleitung mit Seitenschlauch handelt. Ab hier aus ist der schlimmste Aufstieg geschafft.

Wegweiser nach Kerasia, bzw. Agia Anna und zu Nero (Wasser) in 200 Metern. Die 200 Meter kamen mir aber immer länger vor.

Es geht weiter leicht bergauf, später entlang der Mauer des Kellions Timiou Stavrou, dahinter eine Kreuzung, wo rechts der Weg zu einem weiteren Kellion führt, während wir uns links halten. Die große Richtung ist dann, an weiteren Kellien vorbei, bergan und leicht links haltend, bis wir nach weiteren 60 Minuten auf den Weg Megistis Lavras - Agia Annis stoßen. An der Kirche von Kerasia vorbei erreichen wir nach einer weiteren Stunde den Stavros, das Wegkreuz, wo sich insgesamt 5 Wege treffen (Megistis Lavras, der Weg zum Athosgipfel, Agia Annis, Agios Basiliou und Karoulia).

Am Stavros findet sich ein Brunnen; Oktober 2015 war der Platz recht vermüllt und nicht ausgeschildert, jedoch sollte nach einem Blick auf die Karte klar sein, welcher Weg wohin führt.

Nach einer weiteren Stunde erreichen wir, den Berg steil absteigend, Agia Annis.

Insgesamt ein wunderschöner, aber auch anstrengender Weg.

Wegzeiten:
Sk. Timiou Prodromu - Wegkreuz in 490 Meter Höhe:  40 Minuten
I.M. Megiste Lavra - Wegkreuz in 490 Meter Höhe:  90 Minuten
Wegkreuz in 490 Meter Höhe - Agios Nilos: 70 Minuten
Agios Nilos - Kavsokalivia: 60 Minuten
Gesamtzeit: Sk. Timiou Prodromou - Kavsokalivia 3 Stunden, beginnend ab I.M. Megiste Lavra 50 Minuten mehr.
Von Kavsokalivia nach Stavros ca 3 Stunden, von Kavsokalivia nach Agia Anna ca. 4 Stunden.
Achtung: Zwischen der Skiti Timiou Prodromou, bzw. I.m. Megiste Lavra und Agios Nilos befindet sich kein Brunnen, bzw. Wasserstelle.

Dieser Weg wurde zuletzt Oktober 2015, bzw. April 2016 von Michael Ringer begangen.

Der Weg von der Skite Agia Anna über Nea Skiti bis nach Simonos Petras und nach Dafni

Der Weg nach Nea Skiti führt linker Hand am Hubschrauberlandeplatz vorbei und über den vom Athos Verein z.T. instand gesetzten Serpentinenpfad in etwa einer 3/4 Stunde bergab nach Nea Skiti.

Von Nea Skiti ist das Kloster I.M. Pavlou in ca. 45 Minuten zu erreichen. Der Weg beginnt mitten in Nea Skiti oberhalb des weithin sichtbaren Wehrturms und führt weitgehend eben bis an den Fuß des Klosters  I.M. Pavlou. Man kann nun die vom Hafen kommende Fahrstraße weitergehen, um zum Kloster zu kommen. Nach der Besichtigung des Klosters folgt man dem alten Weg bis zur Straße, die wir bis zum Hafen gehen.

Dort wenden wir uns nach rechts gehen am Ufer entlang an einer malerischen Wehrturmruine vorbei bis zu der Stelle, wo das Ufer von Felsen versperrt wird. Hier führt ein Pfad 15 Minuten sehr steil bergauf, dann im auf und ab in etwa 200 Meter Höhe und durch einen Sattel zum Kloster I.M.Dionysiou. Dauer etwa ½ bis 1 Stunde.

Das Kloster I.M. Dionysiou verlassen wir, uns zweimal links wendend und erreichen den Hafen, von wo aus ein ähnlich schwieriger Pfad in gleicher Höhe zum Kloster I.M. Isiou Grigoriou führt.
Dauer: etwa 1 – 2 Stunden.

Beide Klöster erreicht man über diese Wege von oben, was einen schönen Überblick auf die Gebäude erlaubt.

Alternativ kann man morgens in Agia Anna oder Nea Skiti  das kleine Motorschiff Agia Anna nehmen und sich in den Häfen der Klöster absetzen lassen.

Vom Kloster I.M. Isiou Grigoriou gehen wir Richtung I.M. Simonos Petras zuerst eine Forststraße und verlassen diese nach etwa 15 Minuten links. Der Pfad führt uns wieder zum Meer hinab, um dann sehr steil und anstrengend zum Kloster hinauszusteigen. Wegstrecke bergauf ca 300 m.

Das Weitergehen von I.M. Simonos Petras nach Dafni ist nur noch über die Fahrstraße möglich, ohne Attraktionen außer einer russischen umzäunten Siedlung! Auch auf diesem Weg ist die pralle Sonne zu vermeiden.

Man kann an einem Tag von Nea Skiti bis Dafni wandern, es empfiehlt sich jedoch, sich Zeit zu nehmen, um die Klöster zu besichtigen und in einem von ihnen zu übernachten.

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexander Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 begangen.

Karyai - I.M. Kutlumusiou - I.M. Filotheou
Kloster I.M. Philotheou

Der Weg vom Protaton in Karyes führt an der einzigen Bank, dem Arzt und der Bäckerei vorbei bergab in 10 Minuten zum Kloster Kutlumusiou. Kurz vor dem Kloster führt ein alter Weg rechts und hinter dem Kloster bergauf, dem wir etwa eine halbe Stunde folgen, dann links auf einen im Mai 2013 beschilderten alten Weg, der im Waldschatten und an einer Quelle vorbei führt. Nach etwa einer halben Stunde kommen wir auf eine fünf Finger Kreuzung: hier gehen wir halbrechts zu einem Fahrweg, nicht auf den Fahrweg rechts zurück, nicht auf den Fahrweg links bergab und nicht gerade aus. Unser Forstweg führt an einer Quelle vorbei leicht bergab, wir folgen ihn etwa eine Stunde, dann rechts auf einen Forstweg bergauf, nach 300 Metern links in einen weiteren Forstweg, von dem nach 20 Minuten links der alte Weg abzweigt, Wir können das Kloster schon hören, müssen aber noch durch zwei Schluchten, über die zweite führt eine alte, morsche Holzbrücke mit Steinmarterl.

Brücke auf dem Weg von Karyai nach I.M. Filotheou, ca 10 Minuten vom Kloster entfernt

Danach geht es 10 Minuten steil bergauf durch ein Waldlichtung und im großen Bogen rechts herum um die Gebäude zur Klosterpforte, wo der deutsche Gästepater Gelasios uns empfängt.

Diese Wegbeschreibung stammt von unserem Mitglied Alexander Dombrowsky. Er ist diesen Weg zuletzt 2013 gegangen.

Anmerkung Michael Ringer: Schön ist es auch, den Weg umgekehrt zu laufen, da der Beginn in Philotheou eindeutig ist (vorbei am Beinhaus in das Tal zu der alten Holzbrücke). Nach einer halben Stunde wird der Wanderweg verlassen und es geht weitgehend auf Forst- und anderen Fahrstraßen weiter. Die Straßen sind nicht immer gut ausgeschildert, aber wenn man die Richtung Karyai einhält und alle Wege vermeidet, die zu einzelnen Kellien, Iviron oder zum Meer führen ist, ein Verlaufen kaum möglich ist. Kurz vor Karyai, bzw. Kloster Kutlumusiou gibt es wieder alte Fußwege, die von der FoMA (Friends of Mount Athos) beschildert sind.

Filotheou - Karakalou - Provata

Von der Klosterpforte des Klosters Filotheou geht es hundert Meter bergab bis zum Parkplatz für die Taxis. Von dort führt der Weg nach rechts. Auf einer wenig befahrbaren Forststraße kommen wir zu einem kleinen Platz, dort geht es leicht bergauf und nach wenigen hundert Metern erreichen wir eine am Weg gelegene, eingefasste Quelle (25 Minuten Fußweg von Kloster Filotheou).

Quelle in der Mitte des Weges zwischen I.M. Filotheou und I.M. Karakallou

Von dort führt der Weg bergab, bis wir das Kloster Karakalou unter uns sehen.

Der Weg ist gut ausgeschildert; die auf den Schildern angegebene Zeit von 30 Minuten stimmt jedoch nicht, sondern die schöne Wanderung dauert ca. 50 Minuten.

Vom Kloster Karakalou gibt es sowohl eine Fahrstraße als auch einen alten Fußweg bergab zum Hafen des Klosters. Dauer ca. 15 Minuten.

Wenn wir vom Kloster Karakalou weiter zur Provata laufen wollen, halten uns von der Klosterpforte aus kommend nach links und gehen dort einen breiten Pflasterweg ca. 30 Meter bergab. Dort in einer Kurve nach links befindet sich eine kleine Brücke, auf der ausgeschildert Kelllia Provata in griechischer Schrift steht.

Nach weiteren hundert Metern passieren wir ein Steinhaus links unterhalb des Weges. Der Weg ist die meiste Zeit leicht ansteigend und nach 5 Minuten wird eine Fahrstraße gekreuzt.

Wir passieren einen, im Sommer oft ausgetrockneten Bach und kommen nach weiteren 12 Minuten zu einer alten Steinbrücke.

Wenige Minuten später haben wir einen sehr schönen Blick auf das im 10. Jahrhundert gegründete Kellion Timiou Stavrou (Kellion des Heiligen Kreuzes), in dem früher ca. 60 Russen wohnten, während jetzt dort seit sieben Jahren ein griechischer Mönch, Vater David, lebt, der begonnen hat, dieses riesige Kellion wieder instand zu setzen.

Die sich anschließende Gegend wird Provata genannt; hier finden sich mehrere Kellien, die teils zum Kloster Karakalou, überwiegend aber zum Kloster Megistis Lavras gehören.

Der Weg ist etwas zugewachsen, aber immer gut erkennbar.

Die Wanderung von Karakalou nach Provata dauert ca. 30 Minuten.

 

Karyai - Dafni und zurück
Baum am Weg von Karyai nach Dafni

Karyai nach Dafni

Vom Protaton (Kirche) geht man zunächst in Richtung Kutlumusiou bis zur Bäckerei (nur zu erkennen durch ein einfaches Schild „ΑΡΤΟΠΟΙΟΙΟΝ BAKERY“). Dort verzweigt sich der Weg. Der abwärts führende geht nach Kutlumusiou.  Der ansteigende ist der Weg nach Dafni über Xiropotamou. Dieser gepflasterte Weg führt hinauf bis zu einem riesigen Baum mit Wegkreuz (siehe Foto). Von hier geht es auf der von Karyai kommenden Fahrstraße weiter, zunächst noch aufwärts, alsbald aber immer abwärts bis zum Kloster Xiropotamou. Ab dort gibt es wieder einen gepflasterten alten Weg hinab zum Meer. Man findet seinen Anfang so: Gegenüber dem Klosterportal stehen etwa acht Zypressen. Bei den oberen Zypressen beginnt der Fußweg, der abwärts führt. Er endet an der Fahrstraße, auf der man weitergeht bis Dafni.

Nebenbei: Westlich, in etwa 500 m Entfernung, passiert die Fahrstraße Karyai/Dafni das Kloster Xiropotamou. Dort steht eine Holzhütte (Bushaltestelle). Von hier aus zweigt der Weg zum Kloster Panteleimonos ab.

Von Dafni nach Karyai:

Von Dafni geht man zunächst auf der am Meer entlang führenden Fahrstraße nordwestwärts. Nach etwa 1 km sieht man links Arsanas Xiropotamou (Lagergebäude und Hafen des Klosters Xiropotamou). Nachdem man den Fluss überquert hat, erreicht man die Stelle, wo rechts an der steilen Böschung der Fußweg hinauf zum Kloster Xiropotamou beginnt. Der Fußweg führt am Kloster (Hauptportal) entlang weiter aufwärts. In etwa 375 m Höhe stößt der Fußweg auf die von Dafni kommende Fahrstraße nach Karyai. Man muß auf dieser Straße weiter aufwärts gehen. Kurz nachdem man den Scheitel (550 m Höhe) überschritten hat, zweigt rechts die Forststraße nach Kutlumusiou ab. Dort steht ein riesiger Baum mit Wegkreuz (siehe Foto). An diesem Wegkreuz zunächst etwa 50 m die Forststraße in Richtung Kutlumusiou gehen. Links beginnt der Fußweg nach Karyai.

Dauer des Weges ca. 2.30 bis 3 Stunden. Hinweis: Bei schönem Wetter ist fast der ganze Abschnitt zwischen dem höchsten Punkt und Dafni voll der Sonne ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Straße oberhalb Xiropotamou, auf der man entlang gehen muss, nicht durchgehend asphaltiert ist. Das bedeutet, dass vorbeifahrende Fahrzeuge ordentlich Staub aufwirbeln.

Diese Wegbeschreibung stammt von Steffen Züfle.