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Galerie des Priester- und Malermönches Anastasios in Karyai

Der Priestermönch und Malermönch Anastasios hat in seinem Kellion Timiou Prodromou Phourna in Karyai eine Galerie eröffnet, in der seine Bilder zu sehen sind.
Nebenbei: Der Mönch Dionysios von Phourna, der Namensgeber des Kellion, geboren 1670, verstorben 1745, war im 18. Jahrhundert ein Ikonenmaler auf dem Athos , der ein berühmtes Buch über das Malen von Ikonen verfasst hat.

Vater Anastasios malt nur selten Ikonen, sondern überwiegend - in naiver Kunst - das Leben der Mönche auf dem Berg Athos. Drucke seiner Bilder werden schon lange im Mount Athos Center (Agioritiki Estia) in Thessaloniki verkauft.

Jetzt ist es auch möglich, Drucke der Bilder von Anstasios in Karyai zu sehen und zu erwerben.

Die Galerie wurde im Frühsommer 2019 eröffnet; unten ein Bild der Eröffnung des Ausstellungs- und Verkaufsraumes.

 

Hier sehen wir das Kellion Timiou Prodromou Phourna, sowohl als Foto als auch als Gemälde

Die Öffnungszeiten der Galerie sind uneinheitlich; sollte geschlossen sein, steht auf der Tür eine Telefonnummer, bei der man sich melden kann.

Das Kellion findet man so: Wenn man die Kirche „Protaton“ und ihren Glockenturm im Rücken hat, sieht man rechts den gelben Postbriefkasten und rechts daneben einen Laden. Rechts davon geht man die Gasse abwärts und findet gleich rechts den Ausstellungsraum Ermeneia.

Nähere Informationen sind unter www.ermeneia.gr , bzw. unter Facebook Ερμηνέια Άγιον Όρος (Ermeneia - Agion Oros) zu finden.

Zum Abschluss noch einige Bilder von Anastasios

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Kommentar von Steffen Züfle |

Der Titel des „berühmten Buchs über das Malen von Ikonen“ ist „ερμηνεία της ζωγραφικής“ (ermenia tis sografikis) und bedeutet auf Deutsch „Erläuterung der Malerei“.
Der Verfasser ist Priestermönch Dionysios, genannt Dionysios Phourna, da er aus dem Ort Phourna in Evritanien (GR) stammt.

Sein Werk lag nur als Handschrift vor bis der französische Historiker und Autor DIDRON Ainé (Adolphe-Napoléon Didron) 1839 im Kloster Esphigmenou auf das Manuskript stieß, es ins Französische übersetzte und es im Jahr 1845 drucken ließ. Er gab dem Buch den Titel „Manuel d’iconograhie chrétienne grecque et latine“ (Manual der griechisch und lateinisch christlichen Ikonographie).

Schon 1855 erscheint bei dem Verlag „Lintz’sche Buchhandlung“ in Trier das Buch auf Deutsch. Das Titelblatt weist darauf hin, dass das „Handbuch der Malerei vom Berge Athos“ von Godehard Schäfer aus dem handschriftlichen neugriechischen Urtext übersetzt wurde und mit eigenen und von Didron stammenden Anmerkungen versehen wurde.

Durch A. Papadopoulos-Kerameos wird das Buch 1909 erstmals im griechischen Originaltext gedruckt, interessanterweise in St. Petersburg und auf Kosten der Herrschaftlichen Archäologischen Gesellschaft Russlands beim Verlag B. Kirschbaum.

Ein Anliegen von Vater Anastasios ist, das Erbe seines Kellions und seiner Vorgänger zu bewahren, zu pflegen und zu teilen. Daher ließ er etwa 2008 die „Ερμενεία“ von neuem drucken und machte damit das griechische Original wieder zugänglich.

Auf der deutschen Übersetzung von Godehard Schäfer (Trier 1855) basierend gab das Slavische Institut München 1983 das Buch neu heraus mit dem Titel ΕΡΜΗΝΕΙΑ ΤΗC ΖΩΓΡΑΦΙΚΗC MALERHANDBUCH VOM BERGE ATHOS VOM MÖNCH DIONYSIOS.
Es ist bedauerlich, dass darin die Anmerkungen Didrons und Schäfers fehlen.

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