Hier finden Sie aktuelle Informationen über den Berg Athos und unseren Verein

Reisen zum Athos nur erschwert möglich

Anfang Juli erschien es, als sei der Besuch des Athos wie in den Zeiten vor Corona wieder möglich.

Nachdem jetzt an mehreren Orten erneut Covid-19-Infektionen aufgetreten sind, ist die Zahl der Übernachtungsplätze  weiter reduziert worden (10 Gäste in Großklöstern, 5 Gäste in koinobitischen Skiten, 2 Gäste in idiorhytmischen Skiten und je 1 Gast in einem Kellion/Kaliva).

Seit dem 24.09.2020 vergibt das Pilgerbüro in Thessaloniki kein Diamonitirion mehr und auch ein erteiltes Diamonitirion hat keine Gültigkeit mehr.

Nach Aussage des Pilgerbüros ist die einzige Ausnahme eine persönliche Einladung eines Klosters/Skiti/Kellion, die dann auch das persönliche Diamonitirion beantragen. Zusätzlich ist bei einer Einreise für Nichtgriechen ein aktueller, maximal 3 Tage alter, negativer Covid-19-Test (PCR-Test) erforderlich, dabei scheint es ohne Bedeutung zu sein, welcher Test durchgeführt wird. Eine Testung in Ouranopolis ist möglich. Nur das einladende Kloster kann besucht werden; eine Pilgerreise zu mehreren Klöstern ist verboten, scheint aber möglich zu sein.

Herr Neuder hat uns hierzu Ende Oktober 2020 mitgeteilt:
Gerade bin ich von meiner Athos-Reise zurückgekehrt und möchte Ihnen ein paar Erfahrungen übermitteln, die Sie eventuell für die Aktualisierung Ihrer Athosinformationen nutzen können:

Für die Einreise auf Athos ist ein Corona-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf (in Ihren Hinweisen vom 26.09. schreiben Sie "nicht älter als 2 Tage"). Wir haben die 72 Stunden um einen Tag überschritten, was nicht beanstandet wurde. 
 
Wir haben erst zwei Wochen vor Einreise erfahren, dass die ursprüngliche Zusage vom April für das DIAMONITIRION storniert wurde (Leider hatten wir die Hinweise auf ihrer Homepage zu spät gelesen). 
 
Trotzdem ist die Einreise möglich: Man braucht zuerst die Zusage eines Klosters und auf dieser Basis stellt das Pilgerbüro in Ouranoupoli ein Visum aus.
In unserem Fall war es wie folgt: Wir bekamen zwei Zusagen: Eine von Kloster Hilandar für drei Nächte und eine vom Kloster Koutloumousiou für zwei Nächte. Wir haben uns dann für Koutloumousiou entschieden. 
 
Anders als früher bieten die Klöster mehr als eine Nacht an, weil der Umzug von einem zum anderen Kloster offiziell nicht erlaubt ist.
 
Wir haben uns dann vor Ort um zwei weitere Nächte bemüht und zwei Zusagen erhalten: Vom Kloster St. Andreas in Karyes und vom Kloster Pandeleimon. Wir haben uns für St. Andreas entschieden. 
 
In beiden Klöstern, in denen wir übernachteten, sind wir auf eine freundliche Aufnahme gestoßen. 
 
Wir wurden informiert, dass es derzeit keine Corona-Fälle auf Athos gebe. Es habe sich herausgestellt, dass der 85jährige Mönch, der "in kritischem Zustand" war, nicht an Corona erkrankt sei. Ob diese Informationen zutreffen, kann ich nicht nachprüfen. 
 
Auf unserer Reise haben wir eine größere Anzahl von Pilgern aus Griechenland getroffen, aber keine Pilger aus anderen Staaten. 
 

Unter diesen Umständen sind Athosreisen nur unter stark erschwerten Bedingungen möglich und kann von geplanten Reisen nur abgeraten werden.

Das Pilgerbüro in Thessaloniki weiß derzeit nicht, wann es wieder ein Diamonitirion ausstellten kann.
Da es sich hier um den zweiten Lockdown handelt und die Infektionen in verschiedenen Klöstern aufgetreten sind, bin ich derzeit skeptisch, ob in der nächsten Zeit Athosreisen wieder durchgeführt werden können.

Nähere Informationen:
 

 

Wir bitten Reisende auf den Athos, uns ihre Erfahrungen mitzuteilen. Wenn wir weitere Informationen haben, werden wir umgehend berichten.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Jörg Hansner |

Ich habe vom 19.09-21.09.2020 die Mönchsrepublik Athos besucht und dabei auch den Berg Athos bestiegen. Gerne berichte ich von meinen Erfahrungen:

Zur Panagia:
Der Bau befindet sich außen wie innen in einem guten Zustand. Lediglich im Schlafraum blättert etwas Putz von den Wänden. Der Kamin ist funktionsfähig. Müll ist weder in der Panagia (außer in einem Müllsack) noch im näheren Umfeld zu finden.
Im Schlafraum stehen 11 ältere Doppelbetten zur Verfügung. Auf den durchgelegenen Rosten aus Metall fehlten tlw. die Matratzen (1/5 fehlten). Die Matratzen selbst sind durchgelegen und haben zahlreiche Flecken. Bettwanzen sind aber meiner Meinung nach nicht (mehr) vorhanden.
Ca. 70 Meter entfernt wurden 2 Toiletten errichtet (Plumpsklos ins Nirgendwo). Sie sind erstaunlich sauber und nutzbar.
Zusammenfassend sind die hygienischen Verhältnisse keinesfalls katastrophal; vielmehr war ich sehr positiv überrascht.

Gipfelkapelle
Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, alles befindet sich in tadellosem Zustand. Sämtliche Räume waren verschlossen.
Falls Sie noch Fragen haben sollten, können Sie mich gerne nochmal kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Hansner
Ostvöhde 12
59457 Werl

Antwort von Michael Ringer

Danke für die Informationen! Gut, dass die sanitären Verhältnisse derzeit doch besser sind als es einige Besucher zuvor beschrieben! Schade, dass eine Übernachtung in der Gipfelkapelle nicht mehr möglich ist.

Wenn Sie diesen Kommentar absenden, erklären Sie sich gleichzeitig mit unseren Datenschutzrichtlinien einverstanden.

Hinweis: Diese Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, indem Sie uns per E-Mail an info@athosfreunde.de dazu auffordern.