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Ankündigung der Skite Kavsokalivia zur Bettwanzenproblematik

Über das Bettwanzenproblem am Heiligen Berg schreibt Priestermönch Georgios, Dikaios
(Vorsteher) der Skite Kavsokalivia im Oktober 2018:
 
Seit meiner Übernahme des Dienstes als Dikaios in der Heiligen Dreifaltigkeit von Kavsokalivia, initiiere ich einige Projekte zur Förderung der Skite und der Verbesserung der Qualität der Gastfreundschaft gegenüber Pilgern und Arbeitern. Gleichzeitig hab ich auch die schwierige Aufgabe übernommen gegen die Bettwanzen im Gästebereich anzukämpfen, die
seit zwei bis drei Jahren ein Phänomen sind, das auf dem gesamten Athos anzutreffen ist.
 
Das Bettwanzen-Problem konzentriert sich derzeit vor allem auf den Berggipfel des Athos mit der Schutzhütte „Panagia“, von wo aus es sich auch weiter in andere Teile des Athos ausgebreitet hat und möglicherweise das Potential besitzt, die gesamte Athos-Halbinsel heimzusuchen.
 
Mit Bedauern möchten wir deshalb mitteilen, dass wir bis auf weiteres als Präventivmaßnahme keine Pilger aufnehmen, die vom Berg Athos herab bzw. von solchen Klöstern und Skiten kommen, bei denen ein Wanzenbefall festgestellt wurde. Natürlich nehmen wir weiterhin Pilger auf, die direkt aus Ouranoupoli oder aus Klöstern und Skiten anreisen, bei denen bislang kein Wanzenbefall festgestellt wurde. Pilger müssen zu diesem Zweck mindestens eine Woche vor Anreise ihren Aufenthalt bei uns anmelden. Ich bitte um Verständnis, dass wir diese Regel streng auslegen und Pilger abweisen, die unangemeldet ankommen bzw. von denen wir nicht wissen, wo sie zuvor untergekommen sind. Wir möchten darüber hinaus informieren, dass unsere Skite für 10 Tage gar keine auswärtigen Besucher akzeptieren wird, da wir, nach sechs Monaten der Wanzenproblematik im eigenen Haus und zwei bereits erfolglosen Versuchen der Lage Herr zu werden, nun eine großangelegte Desinfektionsmaßnahme gegen die Bettwanzen ergreifen. Demselben Problem sieht sich seit
einem Jahr auch eine Kaliva der Skite Kavsokalivia ausgesetzt,
 
Vor gerade einmal zwei Tagen hat ein deutscher Pilger, der aus einem Kloster vom Berg Athos kam selber abgelehnt bei uns zu übernachten. Er selbst wurde Opfer einer Bettwanzenattacke an seinem gesamten Körper und wollte es nicht riskieren, das Problem in unserer Skite weiter zu verschärfen. Er hat deshalb nach der üblichen Begrüßung mit Kaffee und Wasser und einem Essen unsere Skite verlassen.
 
Die Bettwanzen haben sich in weite Teile des Athos durch Pilger (vor allem aus Rumänien) ausgebreitet, die sich, wie auch wir feststellen konnten, ohne gültiges Diamonitiron für einen längeren Zeitraum auf dem Heiligen Berg Athos aufhalten.
 
Es gibt Pilger, mit Diamonitiria die noch aus den Jahren 2016 bzw. 2017 stammen, die den heiligen Berg bewandern und bei uns, wie auch bei anderen Klöstern, Skiten und Kellien um Beherbergung bitten und so die Verbreitung der Bettwanzen wesentlich vorantreiben. Es ist im Übrigen so, dass ihr Hygieneverhalten als problematisch anzusehen ist. Sollten wir feststellen, dass künftig eine Verbreitung der Bettwanzen bei uns erneut durch Pilger verursacht werden sollte, werden wir uns gezwungen sehen, allen Pilgern den Aufenthalt in unserer Skite abzulehnen auch wenn uns bewusst ist, dass die Mehrheit der Pilger dafür nicht verantwortlich ist. Diese Maßnahme hätte eine Gültigkeit bis zur Übergabe der Skite an den
nächsten Dikaios im April 2019.
 
Diese Maßnahme dient auch dem Schutz der Klosterväter. Wie ich bereits ausführte, litt eine Kaliva unserer Skite ein ganzes Jahr immens unter der Bettwanzeninvasion. Außerdem werden Pilger geschützt. Wir wissen von einem Pilger, der die Bettwanzen leider mit zu sich nachhause schleppte und dort lange litt bis er sie wieder loswurde.
 
Quelle:
https://www.romfea.gr/katigories/10-apopseis/24428-i-mastiga-ton-korion-sto-agion-oros

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